Heute war der Gedenktag des türkischen Bischofs Nikolaos von Myra. Uns ist dieser besser als Nikolaus bekannt. Oft besucht der Nikolaus Kindergärten und Schulen und noch viel häufiger legen wir zu seinem Gedenktag kleine Geschenke in Schuhe, die wir nachts rausstellen.

Leider kommt heute sehr viel häufiger der Weihnachtsmann, eine Figur, die gerade durch Coca Cola bekannt gemacht wurde. Dieser ist aber nicht wirklich heilig und auch wenn der Weihnachtsmann heimlich durch den Schornstein zu krabbeln scheint, damit ihn ja niemand sieht, so wissen heute kaum noch Menschen, warum das denn so ist.

Nun, der hl. Nikolaus hat schon, glaubt man den Legenden, vor knapp 1700 Jahren Menschen heimlich gutes getan. So rettete er einmal drei junge Frauen, die aus Geldnot von ihrem Vater zwangsverheiratet werden sollten mit kleinen goldenen Äpfeln vor dieser unglücklichen Verbindung. Das ist übrigens auch der Grund wieso wir heute Frücte und Nüsse verschenken und nachts heimlich in Stiefel verstecken. Denn genau so war auch Nikolaus Vorgehen, nur dass er die goldenen Frücte durch das Fenster warf. Auch bekannt ist sein Getreidewunder, bei dem er auf Gott vertraute, so dass ein Frachter während einer Hungersnot nicht leerer wurde, obwohl die Bevölkerung Getreide für sich abführte.

Der heilige Nikolaus ist unter anderem der Schutzpatron der Schüler*innen  und Student*innen, der Kinder (das ist für uns natürlich besonders wichtig), der Seefahrer*innen und noch vielen mehr. Nikolaus ist wohl einer der illustresten heiligen, die wir in der Ostkirche und der römisch katholischen Kirche verehren.

Dieser Heilige, dieser Wohltäter ist wohl nicht zu vergleichen mit einem dümmlich, gutmütigen Mann mit langem Bart und einer zwergenhaften Zipfelmütze. Gedenken wir doch wieder dem Heiligen ud versuchen wir seinem Ideal nachzueifern und tun wir wieder anderen Menschen Gutes, ohne dabei unseren Namen groß zu erwähnen und auf alle Wände  zu schreiben.